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Zeitplan der PanMundo-Reise (PDF)


TG 7895? Ein Thurgauer Kennzeichen? Unglaublich aber wahr: Mathias Schmid (www.mathiasschmid.ch) ist seit gut einem Jahr mit seinem Motorrad unterwegs, hat Indien, Asien und Südamerika bereits hinter sich und kommt eben von Alaska runter.
Und parkiert seine Honda keine 5 Meter hinter meinem Auto!
Grund genug, ein wenig Geld in Bier zu investieren (unterdessen habe ich viel Geld in eine neue Autoscheibe, eine Alarmanlage und neue Werkzeuge investiert) und mannigfaltige Erfahrungen auszutauschen – zusammen mit Regula, einer Baslerin, die seit 1996 in Kanada lebt!
Da ist sie nicht die einzige: In Edmonton ist ein wahrer Goldrausch ausgebrochen – schwarzes Gold! Die Wirtschaft boomt, in 5 Monaten haben sich die Immobilienpreise um 30% gesteigert und jeden Tag kommen abenteuerlustige und arbeitsuchende Menschen aus aller Welt in die Stadt.
Die Ölindustrie findet nicht genug Arbeiter, die
Löhne sind astronomisch hoch und beim Barbecue in der Jugendherberge werden stolz Kontoauszüge rumgereicht (+8000 Dollar in 2 Wochen für Leute, die nach Öl bohren).
Freitag Abend bin ich mit Mohamed rum gezogen – einem Inder, der Lastwagenfahrer in einem Ölsandfeld ist (das sind auch so übergrosse Monstertrucks). In seiner Bewerbung gab er an, seit Jahren nichts anderes zu tun als Lastwagen zu steuern… In Wirklichkeit hat er noch nie was Größeres als einen Lieferwagen gesteuert. Nach der obligatorischen 10-tägigen Schulung fährt er ohne Probleme und bisher unfallfrei. Seinen plötzlichen Reichtum (bis zu 80 Dollar in der Stunde an Feiertagen) investiert er in Kamera, Telefon, einen tiefer gelegten Honda und Designer-Jeans (in dieser Reihenfolge musste ich mir alles anschauen). Im Rum-Jungle haben wir dann einigermassen erfolglos
tiefsinnige Gespräche mit jungen Damen in kurzen Röcken gesucht – was Mohamed sehr verwunderte (schliesslich waren doch neue Jeans und rassige Pumas vorhanden). Im Irish-Pub besserte sich die Lage (siehe Foto) und irgendwann kletterte ich mit einiger Mühe in mein Dachzelt.
Bei Tageslicht verbringe ich meine Zeit in Edmonton bei Canadian Tyres – eine Mischung aus Media-Markt, Jumbo, Pneuhaus und Einrichtungshaus. Die Bedienung ist miserabel oder inexistent, aber nach mehreren Besuchen habe ich meine Werkzeugkiste wieder zusammen.
Und dann sind da noch Kenna und Scott! Freunde von Niki, einer kanadischen Studienkollegin von der EBS. Niki ist genial – von Deutschland aus organisiert sie ihre ganze Familie und ihre Freunde. Und Kenna und Scott sind wahre Gastgeber – nicht nur dass Essen war gut, auch der Wein schien unendlich zu fliessen. Irgendwie verbreitet sich in Edmonton eine positive Aufbruchsstimmung und es wäre spanned, noch länger zu bleiben – trotzdem freue ich mich, nun endlich unterwegs nach Alaska zu sein (einen Elch habe ich immer noch nicht gesehen, aber einen riesigen Hirsch)!