
Worum geht es bei Panmundo.com?
Zeitplan der PanMundo-Reise (PDF)


Während sich ganz Kalifornien seit knapp einem Jahr auf Weihnachten vorbereitet, treffe ich Vorbereitungen für die Eroberung des südamerikanischen Kontinents. Hierbei ist festzustellen, dass es den Handwerkern in den USA nicht schlecht geht. Es herrscht die Mentalität „Kunde droht mit Auftrag“.
Unter anderem will ich die Einbruchsicherheit des Autos erhöhen. Nachdem der Land-Cruiser mit einer Alarmanlage ausgestattet ist (die los geht wenn eine Harley vorbei fährt) und nachdem ich die Kühlbox mit einem Fahrradschloss an einen Türpfosten gekettet habe, kommt jetzt der nächste Schritt in der professionellen (visuellen) Abwehr: Aufbauend auf der sich sehr bewährten Schubladenkonstruktion im Kofferraum soll ein stählerner Käfig installiert werden, in dem wir Schlafsäcke, Winterkleider, Bücher etc. verwahren können. So wird es sich nicht lohnen, in das Auto einzubrechen, da schon mit einem raschen Blick klar ist, dass mindestens schweres Schneidewerkzeug und einiges an Zeit notwendig ist, um den Käfig aufzubrechen.
Entsprechend meiner Absicht vereinbarte ich einen Termin mit einem lokalen „Welder“, einem Schweisser. Dieser hat es vorgezogen, einen frühen Feierabend einzuschieben und ich stand vor verschlossener Tür. Ich sagte ihm a
lle Schande – leider nur per Anrufbeantworter. Eben gerade habe ich einen neuen Versuch gestartet: Schweisser Nr. 2 meinte höflich, er könne jetzt noch nicht sagen, ober er morgen arbeiten werden, aber wenn er sich aufraffen könne werde er mich gerne anrufen. Aha, das ist doch schon viel besser! Seither überlege ich mir, meine Dissertation zu schmeissen und mir Schweisswerkzeug zuzulegen.
Die Reifen sind auch nach 40'000 km noch erstaunlich gut – ich denke, ein Reifenwechsel wird erst in Panama nötig werden. Sowieso bin ich von BF Goodrich überzeugt – keine einzige Reifenpanne und ich denke, ich hab eine solche wirklich zu provozieren versucht.
Ansonsten gibt es wenig zu tun: Das Öl ist zu wechseln, der Luftfilter ist auszutauschen, Bier ist einzukaufen. Das sind Dinge, die unterdessen zu meinen Kernkompetenzen gehören. Insgesamt ist das Auto sehr zuverlässig, und wenn ich die Reiseberichte von anderen Weltreisenden lese, bin ich sehr froh, keinen Land-Rover gekauft zu haben.
Mehr Sorgen mache ich mir, dass das ganze Auto gestohlen werden könnte. Deshalb möchte ich gerne ein satellitengestütztes Tracking-System installieren. Dieses gibt es – für Schiffe.
Ich konnte im Internet bisher einen einzigen Anbieter für Autos ausmachen, aber der scheint mit einem Schweisser aus San Diego verwandt zu sein und hat meine Emails und Anrufe bisher standhaft ignoriert.
Dafür habe ich viel Freude am Internet-Shopping entwickelt: Reiseführer, W
interjacke, Packmaterial… Alles ist drei Tage nach meiner Bestellung vor der Haustüre. Das ist angenehm, da ich so mehr Zeit für mein Martial-Arts Training habe: Ich habe erstaunlich viel Spass daran, alle möglichen Kicks und Punches auszuprobieren. Das ganze heisst Soo-Bakh-Do und ist eine etwas angriffs-orientiertere Form von Karate. Ich hoffe noch vor meiner Weiterreise den Orangen Gürtel zu erhalten.
Schlussendlich hätte ich gerne noch ein Gewehr oder eine kleine Panzerabwehrrakete erstanden (was hier wohl kein Problem wäre), aber die Mexikaner sind etwas kompliziert wenn es um Waffeneinfuhr geht. Also verlass ich mich auf passive Sicherheit, Überredungskunst und meine Fäuste.
Ps: Unterdessen hat sich mein Schweisser in San Diego bequemt, mir einen Käfig zu bauen. Und ich muss sagen: Die Qualität stimmt!