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Zeitplan der PanMundo-Reise (PDF)


Die Jugendherberge liegt perfekt. An der Strandpromenade im nahezu unerreichbaren „Gorth“ – irgendwo an der walisischen Küste. Ich bin der einzige Gast und Weltreisende, zumindest habe ich keine weiteren bemerkt. Mein Fenster ist riesig und zeigt zum Meer hin… Der Sonnenuntergang dauerte fast 90 Minuten… genügend Zeit um zum Victoria House zu laufen, wo gerade der Bingo-Abend der älteren Generation stattfand. Es gab daher auch nur eine Speise – allerdings erhielt man zusammen mit dem Gericht auch gleich ein Los für die Tombola (bis zur Ziehung bin ich nicht geblieben). Vermarktet wurde das Gericht von der netten Bedienung als „the best Wales’ kitchen could offer“. So hat es denn auch geschmeckt…
Allerdings war die Terrasse des Victoria House wunderbar… ich konnte nur gebannt auf die immer wechselnden Farben des Sonnenuntergangs schauen. Schon wieder hatte ich das Gefühl, die Weltreise gehe eigentlich erst jetzt richtig los.
Am Nebentisch nahm ein schlohweißer älterer Herr Platz – in sehr gerader Haltung und nahezu militärischer Kleidung. Die Bedienung wollte von ihm wissen, wieso er sich denn in den letzten Monaten nicht habe blicken lassen… Er erzählt ihr von seiner Reise durch Kambodscha, Laos und China. Nicht schlecht, dachte ich. Der Herr muss an die 70 Jahre zählen.
Ich verabschiedete mich und bekam ein lautes „good-bye mate“ von der versammelten Bingo-Mannschaft. Draussen stand ein Landy 110 mit Spezialaufbau (Wohnkabine), Doppelreserveradträger, etc. etc. Kaum begutachtete ich das Vehikel als auch schon der ältere Herr aus dem Restaurant neben mir stand und mich fragte, ob ich es kaufen wolle. Er stellte sich als Sir Percy Irgendwer vor (den Nachnamen habe ich nicht wirklich verstanden) und erzählt von seinen Reisen mit dem Gefährt. Er war in Asien mit diesem Auto unterwegs! Respekt! Auch ich erzählt von meinen Plänen und er meinte, mich spätestens in Asien besuchen zu wollen! Da bin ich mal gespannt!
Schlussendlich gab er mir den Tipp „Land Ranger“-Karten zu besorgen – da seien Off-Road Pfade verzeichnet. Warnend fügt er hinzu, nicht den eigenen Ehrgeiz als Messlatte im Gelände zu nehmen. I will do so – und vielleicht kann es schon morgen mit ersten Off-Road Erfahrungen los gehen.