Die Route meiner im April 2006 in der Schweiz gestarteten Weltreise war geplant - aber nicht in Stein gemeiselt. Nach Frankreich und Grossbritannien setze ich per Fähre über nach Island. Per Containerschiff ging es weiter nach Neufundland und Kanada. Nach der Durchquerung Kanadas erreichte ich den nördlichsten Punkt meiner Reise: Prodhoe Bay in Alaska! Entlang der Westküste der USA fuhr ich nach Mexiko und weiter durch alle zentralamerikanischen Staaten bis nach Panama. Von dort verschiffte ich meinen Land-Cruiser nach Kolumbien - erst hatten Co-Pilot David und ich ein bisschen Bammel, aber nach einem Risk-Assessment und viel Bier entschieden wir uns zur Durchquerung dieses Landes. Und es hatte sich gelohnt - keine Probleme, dafür viele wundervolle Erlebnisse!
Über Ecuador und Peru fuhr ich ich Bolivien - ein landschaftlicher Höhepunkt meiner Reise! Schliesslich entdeckte ich in Begleitung zweier Waliser Patagonien und erreichte Ushuaia und den südlichsten Zipfel Südamerikas. Von dort ging es wieder hoch nach Buenos Aires, wo mein Auto nach Asien verschifft wurde. Zu diesem Zeitpunkt war ich 1 Jahr unterwegs und hatte knapp 60'000km mehr auf dem Tacho.
In Singapur angekommen erledigte ich Tonnen
von Papierkram und fuhr nach Malaysia und Thailand. Dann überquerte ich die Grenze ins Abenteuerland Kambodscha. Nach Laos probierte ich 3 oder 4 Mal die Einreise nach Vietnam - vergeblich. Also ging es zurück nach Bangkok, von wo aus mein Land-Cruiser nach Japan verschifft wurde. Während mein Auto auf dem Wasser war, erkundigte ich per Zug China und Tibet und erklomm das Mt. Everest Base Camp.
Über Shanghai flog ich nach Japan und verbrachte Weihnachten dort. Weiter ging die Reise per Ro-Ro Fähre nach Wladiwostok und Russland. Zusammen mit meinem neuen Co-Pilot Martin durchquerte ich Sibirien im Winter, bewunderte (und befuhr) den Baikalsee und machte einen Abstecher in die Mongolei.
Über Moskau und St. Petersburg erreichte ich die Baltischen Staaten und schliesslich - nach Zwischenstopps in Krakau, Prag und München, die Schweiz. Nach 100'000km, 43 Ländern und 2 Jahren war ich wieder zu Hause - mehrheitlich unbeschadet und mit mir und der Welt zufrieden.
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