...ich das Zürcher Zollbüro auf und entrichtete die MwSt. und einen happigen Gewichtszoll. Dazu kam eine Autosteuer. Alles in allem fast 2’000 Franken. Bevor ich nun die Schweizer Nummernschilder abholen konnte musst das Auto die MFK (TÜV) bestehen. Dazu ist vorgängig ein Abgastest notwenig.
Sollte ja kein Problem sein. Also erfolte ein kurzer Check im Internet (die Preise für Abgaswartungen bei Dieselmotoren varieren zw. 90 und 160 Franken) und schon war ich unterwegs zu einem „Independent“ Reifenhändler, der auch Abgastests durchführte. Da erfuhr ich, dass ich ein original Toyota Abgasdokument brauchen würde. Also auf zu einer Toyota-Garage. Wo mir gesagt wurde, dass das alles nicht so trivial sei, sondern genauen Recherchen bedürfen würde. Der Typenübereinstimmungsschein aus Safenwil würde mir schon mal helfen. Also nach Hause, da ich dieses Dokument nicht dabei hatte. Dann wieder zu Toyotahändler, dannach zum Abgastest. Da schraubte ich, da ich die Hebebühne nutzen konnte, auch gleich den riesigen Kuhfänger ab. Und stellte dabei fest, dass der kurze Blick beim Kauf unter das Auto nicht wirklich genügt hat. Der HDJ80 verliert Öl! Das war irgendwo ein Tiefschlag. Und sofort überlegte ich mir, ob vielleicht das Auto viel mehr Kilometer
...auf dem Tacho hat und ich gründlich aufs Kreuz gelegt wurde. Wie will man das prüfen?
Na ja, meine Hoffnung war dann, das eine gründliche Unterbodenwäsche und das Abdampfen des Motors die Ölschmierereien beseitigen könne und ich doch noch durch die MFK kommen würde. Das alles kostet natürlich wieder 200 Franken. Die MFK selbst schlägt mit 120 Franken zu Buche.
Montag morgen, 07.10 MEZ. Vollmond. Mindestens minus 5 Grad. Die MFK erwartet mich auf Bahn 4. Nach einer halben Stunde ist es klar: Auch mit sauberem Unterboden hat der Prüfexperte bemerkt, dass der LandCruiser nicht ganz dicht ist. Und ich habe nur noch einen Tag, um das Fahrzeug mit einer schweizerischen Nummer einzulösen. Ich erkläre dieses Dilemma und siehe da: Nach einer weiteren halben Stunde bekomme ich sämtliche Dokumente mit dem Vermerkt „Bestanden“ und der Ermahnung, einen neuen Ölschlauch zu installieren. Das nenn ich mal Glück! Mit dem Stapel Dokumente dann zur Verkehrsbehörde um die Schilder abzuholen. Die Dokumente sind vollständig, und nun ist der HDJ80 ein Schweizer Fahrzeug.
Der Um- und Ausbau kann beginnen!