English
Deutsch

Learn about panmundo.com
Timetable PanMundo journey (PDF)



December 1, 2006 09:29:48
Besuch im SOS Kinderdorf Tijuana



Antonio ist 13 Jahre alt. Er strahlt über das ganze Gesicht als er auf die Stossstange des Land-Cruisers klettert. Interessiert fragt er uns nach der Reiseroute und will wissen, ob wir schon in China waren. Mein Spanisch stösst an seine Grenzen…
Antonio kennt seine Eltern nicht. Trotzdem wächst er in Geborgenheit auf. Er trägt gute Kleider, weiss mit dem Internet umzugehen (was ich erst mit 18 Jahren lernte) und hat eine gute Zukunft in Mexiko vor sich.
Dies deshalb, weil er im SOS Kinderdorf Tijuana aufwächst. Zusammen mit 90 Kindern lebt er in einer von 10 Familien. Seine 8 Geschwister sind nicht blutsverwandt und trotzdem sind es seine „hermanos“ und „hermanas“. Sie alle teilen ein ähnliches Schicksal wie Antonio. Sie haben keine Eltern mehr oder aber ihre Eltern sind nicht in der Lage, sie aufzuziehen. Manche Kinder haben haarsträubende Leben hinter sich.
Rosa, seine Hausmutter, lebt zusammen mit ihren 9 Kindern in einem von 10 schönen Häusern im SOS-Dorf. Das Haus verfügt über Wohnraum, Küche, 3 Zimmer für die Kinder und ein Zimmer für die Hausmutter. Rosa steht morgens um 6 Uhr auf, bereitet Frühstück und bringt die Kinder zur lokalen Schule, wo Antonio und seine Geschwister bis 14 Uhr mit Kindern aus ganz „normalen“ Familien unterrichtet werden. Nachmittags wird gegessen, beim Hausputz geholfen, Siesta gehalten, gespielt und – da muss man durch – Hausaufgaben gemacht. Dies unter Aufsicht von qualifizierten Betreuerinnen.
Vom Dorfvater wird der Hausmutter ein monatliches Budget von 11’000 Pesos (ungefähr 1'200 Franken) zugesprochen. Dies muss für Nahrung, Kleider und den ganzen 10-köpfigen Haushalt reichen.
Das SOS-Kinderdorf in Tijuana finanziert sich wie alle SOS-Kinderdörfer ausschliesslich aus Spendengeldern. Und hier kann wenig viel bewirken! Wir haben das gesehen als wir eine Wagenladung Spielsachen verteilt haben, die die Soo-Bakh-Do Schule in San Diego für uns gesammelt hat: Eine gebrauchte Barbie-Puppe oder ein Spielzeug-Lastwagen, der Jahre in einem Keller in Kalifornien verbracht hat, zaubert ein grosses Lachen auf die Gesichter!  
 Mit meiner Reise unterstütze ich das SOS-Kinderdorf in Ca-Mau, Vietnam. Die Verhältnisse in Vietnam dürfen als schlechter erwartet werden als sie es hier in Mexiko sind. Ich würde mich daher freuen, wenn Du einige Kilometer der Panmundo-Strecke kaufen würdest. Dies funktioniert mittels einer Kreditkarte ganz einfach über www.panmundo.com/weltreise/kaufe-kilometer. Und ganz wichtig: 100% des gesammelten Geldes geht direkt an das Kinderdorf Ca-Mau in Vietnam.