English
Deutsch

Learn about panmundo.com
Timetable PanMundo journey (PDF)



January 19, 2007 19:31:21
...…dieser Weg ist hier aber nicht verzeichnet!
--> Galerie



Alles funktioniert! Wir fanden ein Hotel in Los Mochis, welches sowohl über Internet, sicheren Parkplatz, 2-Bett-Zimmer und ein Restaurant verfügt.

Heute Morgen haben wir letzte Vorbereitungen getroffen – Vorräte aufgefüllt, Dachzeltplane abgedichtet, Wasser aufgefüllt… Und dann ging es los. Weg von der in Mexiko vierspurigen PanAmericana, hinein ins Abenteuer. Wir hatten uns entschieden, die berühmt-berüchtigte Ihana-Route (www.ihana.com) zu verfolgen, welche Tom und Berry mit ihrem Land-Rover vor ungefähr 5 Jahren abgesteckt hatten. Dabei handelt es sich um einen auf keiner Karte verzeichneten Pfad, der in den „Barranca de Cobre“ führt, auch bekannt als „Copper Canyon“.

Wiederum waren Polizisten äusserst hilfreich: In Choix gelangten wir an das Ende der geteerten Strasse und wählten eine Einbahnstrasse – leider in die falsche Richtung. Der Polizist, welcher am anderen Ende wartete, war sichtlich amüsiert und wies uns in die richtige Richtung. Auf einer Hauptverbindungsstrasse (oder in der Schweiz: Feldweg) fuhren wir in einen Nebelwald der uns in grünster Farbe empfing. Es ging in luftige Höhen, der Weg wurde enger und steiniger und an einigen Stellen brauchten wir sogar die Geländeuntersetzung um nach Fotostopps wieder anfahren zu können. Wo zum Teufel war „La Reforma“, unser Tagesziel?

Wie gelangten in Dorf um Dorf – und alle waren auf der Karte nicht verzeichnet. Jedesmal sprachen wir mit den hilfsbereiten Mexikanern und jedes Mal hiess es, es sei nicht mehr weit.

Gegen Eindunkeln erreichten wir einen wunderschönen See – und hier sollte eigentlich das „Centro Turismo“ sein, dass wir suchten. Glücklicherweise fanden wir den schön gelegenen Bau auch, unglücklicherweise ist das Centro seit Jahren geschlossen. Nun regnete es in Strömen, und an den Aufbau des Dachzelts war nicht zu denken. Also fuhren wie weiter. Bei einer kleinen Farm hielten wir erneut, um uns nach Übernachtungsmöglichkeiten zu erkundigen. Prompt lud uns Raul, der Hausherr und Vater vierer Kinder (mit 28 Jahren) ein, das Gästezimmer der Farm zu beziehen. Auf der Veranda waren einige Leute versammelt – ein Team von „Salud Movil“ war vor Ort. Dabei handelt es sich um reisende Ärzte, die mit Geländewagen auch die entlegensten Teile von Mexiko erreichen. Bald entwickelte sich eine spannende Diskussion, an welcher sich vor allem die Mediziner beteiligten – Raul und seine Frau hielten sich im Hintergrund.

Später wurde uns klar wieso – eine Weltreise übersteigt das Vorstellungsvermögen von Menschen, die kaum je ihr Dorf verlassen. Wir erklärten wo die Schweiz liegt, fragten viel über das Leben in den Bergen. Rauls Frau kochte feines Essen und konnte es kaum glauben, als ich ihr sagte, in der Schweiz seien Tortillas eher eine Ausnahmeerscheinung denn täglich Brot.

Unterdessen ist mir klar, dass Raul und seine Frau uns ihr Zimmer anboten und zusammen mit den vier Kindern ein Zimmer bezogen haben. Das ist mir peinlich. Es ist aber sehr angenehm hier: der Regen prasselt auf das Wellblechdach, die Aussicht auf den See morgens wird super sein.

David ist noch ein bisschen in der Angewöhnungsphase und hat sich über das Nichtvorhandensein einer WC-Spülung gewundert.

Morgen verlassen wir den letzten markierten Weg und fahren entlang einem alten Flussbett Richtung Barranca del Cobre. Raul meinte, dafür würden wir mindestens 8 Stunden benötigen. Frühe Tagwacht also!