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Also fuhren wir erstmal in die Berge hinter Seydisfjördur. Farbenprächtige Warnschilder weisen einem darauf hin, dass nur 4x4 Fahrzeuge weiter fahren dürfen. Prima! Also rein ins Vergnügen. Nach 2 Kilometern mussten wir feststellen, dass der Schnee doch etwas tiefer war, als dass wir das erwartet hätten. Aber mit Geländeuntersetzung und etwas menschlicher Schubkraft kriegten wir den Cruiser frei, nur um dann 100 Meter später wieder stecken zu bleiben. Diesmal war nichts zu machen - das Auto lag auf dem Schnee auf und alle 4 Räder drehten in der Luft. Doch Rettung nahte: Zuerst in Form eines Lastwagens mit Kran, später, nachdem ein Bergegurt und das Kabel der Seilwinde gerissen war (das fand ich entäuschend - die Seilwinde ist für mehr als 4 Tonnen ausgelegt und das Seil reisst bei der kleinsten Belastung?!) mit Hilfe eines Ungetüms von Land-Cruiser mit Ballon-Reifen. Ok, offenbar sind diese riesigen Reifen doch nicht zur Zierde...
In Island sind die Strassen nach dem Zufallsprinzip geteerte - plötzlich geht's auf der Staubpiste weiter, und wenn das Schütteln am schlimmsten wird empfängt einem plötzlich eine gut ausgebaute Strasse. Wir entdeckten fantastische Landschaften, der Himmel kam uns unglaublich gross vor... und nach einer 2-stündigen Fahrt mit 15km/h Durchschnittsgeschwindigkeit entlang der Küste war es dann soweit: Die Vogeleiersammler kamen in Sicht. Diese Männer kennen gar nichts: An einem relativ dünnen Seil lassen sie sich Klippen runter, die oft bis 80 Meter hoch sind. Und klauen den Seevögeln die Eier. Dies allerdings nur von Mitte Mai bis zum 10. Juni. Wir sprachen lange mit den Cliff-hangern und freuten uns sehr, als sie uns zum Abschied einige Eier mitgaben. Die dann auch ausgezeichnet schmeckten (Kochzeit: 8 Minuten).
