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Während in der Schweiz unterdessen wohl der Winter einkehrt und die Tage grau und trübselig werden herrscht hier in San Diego nach wie vor Sommer!
Grund genug zum Bootsverleih zu fahren um einen Jet-Ski zu mieten. Diese Dinger sind cool: Schnell, wendig, angenehm laut und mit einer gewissen Suchtgefahr verbunden.
Für Hrefna war dies etwas Neues (wir erinnern uns: in Island gibt es Ski-Doos mit 300 PS aber das Meerwasser ist wenig einladend für Wassersport) und ich nahm mir vor, die erste Runde gemächlich zu drehen.
Dazu kam es dann allerdings nicht.
Der Bootsverleiher fragte uns, wer denn Steuern wollte und bevor ich „Bap“ sagen konnte sass Hrefna hinter dem Lenker. Häh?
Na ja, ich fügte mich als Gentleman meinem Schicksal und landete beim Anfahren beinahe im Wasser, da Hrefna gewaltig Gas gab. Dies änderte sich im weiteren Verlauf wenig: Während ich mich bemühte bei 80 km/h nicht ins Wasser zu fallen, liess sich Hrefna immer wieder neue Manöver einfallen, um uns beide eines gewaltsamen Todes sterben zu lassen. Das ganze war ein einziges Wasser-Rodeo. Wir sprangen über Wellen, fuhren enge Kurven, mischten Wasserskifahrer auf, wurden von der Wasserpolizei gestoppt („ohh, we are sorry about that!“) und ich war sehr froh, als ich das Steuer übernehmen durfte.
Dann allerdings konnte ich verstehen, wieso Hrefna zielgenau auf jede Welle zugesteuert hatte. Das macht wirklich viel Spass. Und am Lenker kann man sich auch besser festhalten als an der Schwimmweste des Vordermanns, ähm, ´tschuligung, Vorderfrau.h
Wie dem auch sei – ich freue mich auf die nächsten 3 Wochen und die gemeinsame Rundreise durch Nordmexiko und die südlichen Bundestaaten der USA mit Hrefna.